Friedrich Nietzsche – Götzen-Dämmerung

Die 1889 erschienene „Götzen-Dämmerung“ gehört zu den Spätwerken des Philosophen und Philologen Friedrich Nietzsche (1844-1900).

Das Werk setzt die von Nietzsche bereits früher begonnene Umwertung zeitgenössischer Werte („Götzen“) fort, deren Untergang er vorhersieht. Die Kritik an den von ihm benannten „Götzen“ bewegt sich insbesondere zwischen Moral, Religion, Psychologie, Logik und dem Phänomen der Dekadenz.

Die Götzen-Dämmerung erscheint als Sammlung von für Nietzsche wichtigen Leitsätzen und kurzen Essays zu verschiedensten, philosophisch und auch das Alltagsleben betreffenden Themen. Das Leitthema „Götzen-Dämmerung“ entlehnte Nietzsche parodistisch dem Titel von Richard Wagners „Götterdämmerung“.

Nietzsche hatte eine enorme Wirkung auf das Denken nachfolgender Generationen, die bis heute nachwirkt. Wer die Entwicklung zum heutigen Welt- und Selbstverständnis verstehen will, der wird früher oder später (fast „automatisch“) den Weg zu Friedrich Nietzsche finden – unabhängig davon, ob man allen seinen Einsichten folgen möchte.

Empfehlung: Als Einstiegslektüre in das Gesamtwerk Nietzsches ist die „Götzen-Dämmerung“ gut geeignet, da das (nur knapp 100 Seiten umfassende) Buch einerseits wichtige, von Friedrich Nietzsche früher entwickelte Gedanken zusammenfasst und andererseits in einer allgemeinverständlichen Sprache gehalten ist.

Tipp: Trotz leichter Lesbarkeit der „Götzen-Dämmerung“ ist zu empfehlen, sich vorab einen Überblick über die wechselhafte Biographie Nietzsches und die sich im Laufe seines Lebens wandelnden Überzeugungen des Autors zu verschaffen. Ohne einen solchen Vorab-Überblick bliebe der Erkenntnisgewinn einer Lektüre vermutlich begrenzt, da sich dem Leser dann etliche Fragestellungen und Bedeutungszusammenhänge kaum erschließen werden.